Drückjagden und Corona

VonRedaktion

Drückjagden und Corona

Organisatorische Hinweise für den Infektionsschutz bei der Durchführung von Drückjagden auf Schalenwild


Aufgrund der neuen Corona-Beschränkungen zur Eindämmung der bundesweit gestiegenen Infektionszahlen ist die Corona-Verordnung (VO) des Landes Mecklenburg-Vorpommern, geändert am 31. Oktober 2020, angepasst worden.

Drückjagden auf Schalenwild dienen der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung

Drückjagden auf Schalenwild sind Veranstaltungen im Sinne der Verordnung daher gilt:

  • für mehr als zehn Personen verschiedener Hausstände das Abstandsgebot von mehr als 1,5 m,
  • die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung,
  • Erstellung eines Hygienekonzeptes sowie
  • Datenerhebung- und Dokumentation

Empfehlung zur Einhaltung der Verordnung bei der Durchführung von Drückjagden auf Schalenwild

  1. Jagdleitung
    Ein Hygienekonzept ist zu erstellen, umzusetzen und auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen.
  2. Jagdeinladungen
    Sofern noch möglich, sind die Einladungen mit folgenden Hinweisen zu ergänzen:
    • Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Meter und der Hygieneregelungen
    • Mitführen von Desinfektionsmitteln und einer Mund-Nasen-Bedeckung, sowie Nutzung derselben, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
    • Bekanntmachung der Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefonnummer, Erhebungszeiten – Ankunft und Abfahrt mit Uhrzeit) bei der Jagdleitung
    • Fernbleiben von der Jagd bei Symptomen, die auf eine Erkrankung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 im Sinne der dafür jeweils aktuellen Kriterien des Robert-Koch-Institutes hinweisen
    • Hinweise auf Organisationsänderungen (z.B. Verzicht auf Streckelegen, Verzicht auf Ehrung der Schützen, Verzicht auf Verblasen der Strecke, Eigenverpflegung statt Schüsseltreiben, möglichst mit eigenem Fahrzeug anreisen)
    • Jagdteilnahmebedingung soll schriftliches Einverständnis der geänderten Verhaltensregeln durch den Teilnehmer sein.
  3. Dokumentation
    Der/die Jagdleiter*in hat die Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefonnummer, Erhebungszeiten – Ankunft und Abfahrt mit Uhrzeit) aller an der Jagd beteiligten Personen zu erfassen und für die Dauer von vier Wochen nach dem Jagdtag aufzubewahren, damit die Rückverfolgbarkeit einer etwaigen Infektionskette
    gewährleistet ist. Es ist zu gewährleisten, dass von den erhobenen Kontaktdaten unbefugte Dritte keine Kenntnis erlangen und die Daten spätestens einen Monat nach dem Jagdtag gelöscht werden.
  4. Jagdscheinkontrolle und Entrichtung von Kostenbeiträgen
    Sofern in der Einladung und Begrüßung darauf hingewiesen wird, dass Teilnahmevoraussetzung ein mitgeführter, gültiger Jahresjagdschein ist, kann auf eine allgemeine Kontrolle der Jagdscheine am Jagdtag verzichtet oder eine stichprobenweise Kontrolle durchgeführt werden. Alternativ sind sämtliche erforderliche Nachweise durch die Teilnehmer vorab als Kopie zuzusenden (Jagdschein, Brauchbarkeitspass etc.).
    Nach Möglichkeit sollte eine vorherige bargeldlose, elektronische Bezahlung etwaiger Kostenbeiträge erfolgen.
  5. Begrüßung und Gruppeneinteilung
    • Die Beteiligten sollten vor der Jagd schriftlich die Sicherheitsunterweisung inkl. Freigabe erhalten und deren Erhalt sowie das vollumfängliche Verständnis der Vorgaben (auch formlos per E-Mail) bestätigen.
    • Die Begrüßung ist grundsätzlich an einem zentralen Ort im Freien durchzuführen.
    • Sofern der Mindestabstand aus Platzgründen nicht eingehalten werden kann, haben die Teilnehmenden eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und der direkte Kontakt ist auf das Unvermeidbare zu reduzieren.
    • Schützen und JagdhelferInnen/HundeführerInnen sollten sich aus Platzgründen getrennt oder zeitlich versetzt treffen und werden getrennt begrüßt.
  6. Jagdablauf
    • Die Bildung von Fahrgemeinschaften mit Personen, die nicht demselben Haushalt angehören, sollte unterbleiben.
    • Beim gemeinsamen Bergen und Versorgen des erlegten Wildes ist auf die Einhaltung des Mindestabstandes zu achten und ggf. eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
  7. Ende der Jagd
    • Im Sinne einer zeitlich möglichst kurzen Zusammenkunft der Jagdbeteiligten sollte auf das Streckelegen und die Bruchübergabe verzichtet werden.
    • Die Verpflegung der Jagdbeteiligten erfolgt eigenverantwortlich, um vermeidbare Kontakte während der Mahlzeiten oder bei deren Ausgabe zu vermeiden. Auf Alkohol soll dabei verzichtet werden.
    • Gastronomische Angebote können nach der Jagd unter Wahrung der für die Gastronomie geltenden Regelungen wahrgenommen werden.

Bildquellen

  • Gesellschaftsjagd unter Corona-Bedingungen: DJV

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